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Wie Digitalisierung und Resilienz zur unternehmerischen Nachhaltigkeit beitragen

Nachhaltigkeit ist in aller Munde und gewinnt über die gesamte Gesellschaft hinweg weiter an Relevanz. Eine unternehmerische Perspektive auf den Themenkomplex Nachhaltigkeit haben wir bereits in dem Artikel „Katalysatoren für die Nachhaltigkeit“ vorgestellt. Dieser Artikel beschäftigt sich spezifischer mit Handlungsvorschlägen für den unternehmensinternen Umgang mit dem Thema Nachhaltigkeit. Im Kern der Debatte stehen Unternehmen, die binnen kurzer Zeit dazu aufgefordert sind, ihren Blick auf die Konsequenzen ihrer Prozesse zu schärfen. In diesem Beitrag möchten wir Ihnen die Förderlichkeit von zukunftsweisenden Entwicklungen für die Stärkung der unternehmerischen Nachhaltigkeit anhand der Beispiele Digitalisierung und Resilienz zeigen.

Digitalisierung als Wegbereiter nachhaltiger Unternehmensweisen 

Die Herausforderung von nachhaltigem Unternehmertum besteht darin, im Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Interessen denjenigen Weg einzuschlagen, der nachfolgenden Generationen ein möglichst aussichtsreiches Lebensumfeld eröffnet. Um sich dem zu stellen und ein gezieltes Nachhaltigkeitsmanagement aufzurichten, sind vielseitige Maßnahmen umzusetzen. Praktische Beispiele sind die Verwendung umweltfreundlicher Materialien, effizientere Energie- und Ressourcennutzung, der Aufbau einer regenerativen Energieversorgung oder die Reduzierung von Emissionen. Hierbei erweist sich die Digitalisierung als potenzieller Wegbereiter und Katalysator. Angefangen bei leistungsfähigen Messsystemen, die als Voraussetzung zur Erfassung und Verarbeitung sämtlicher (Umwelt-)Daten gelten, über eine vernetzte, echtzeitfähige Infrastruktur werden Lösungen bis hin zu selbstlernenden Algorithmen geboten, die den Wertschöpfungsprozess automatisiert anhand nachhaltiger Entscheidungsregeln steuern. Zugleich beschleunigt die Digitalisierung die Entwicklung innovativer, umweltfreundlicher Technologien. So können etwa Werkzeuge erschlossen werden, die aktives Energiemanagement oder Ökobilanzierung (Life Cycle Assessment) in das Tagesgeschäft einbeziehen.  

Resilienz stärkt nicht nur die Reaktionsfähigkeit auf Umweltereignisse 

In einer zunehmend von Turbulenzen geprägten Welt besteht hohe Einigkeit darüber, dass Resilienz in Zukunft einen der wichtigsten Wettbewerbsfaktoren für den langfristigen Unternehmenserfolg darstellt. Der Begriff verweist auf die Fähigkeit, schnell und flexibel auf Veränderungen zu reagieren, ohne die Stabilität der eigenen Wertschöpfung zu gefährden. Diese Widerstandskraft wirkt sich nicht nur positiv auf den Umgang mit Unsicherheit aus, sondern kann auch Bestrebungen zur Nachhaltigkeit beflügeln. Beispielsweise kann ein Produktionsplanungssystem mit agilen Bedarfsprognosefunktionen den manuellen Planungsaufwand reduzieren, die Auswirkungen einmaliger Extremereignisse glätten und die zu erwartende Kundennachfrage präziser vorhersagen. Daraus resultieren eine optimierte Leistung der Lieferkette, eine bessere Materialverbrauchsplanung und letztlich eine Verringerung der nicht notwendigen Treibhausgasemissionen. Aber auch in Hinblick auf die Energieversorgung liefert die resiliente Herangehensweise einen wichtigen Zukunftsbeitrag: So kann etwa eine eigene regenerative Energiegewinnung dazu befähigen, aktiv an Regelstrommärkten teilzunehmen und den Strom in Zeiten hoher Preise gewinnbringend zu verkaufen.  

Mit den skizzierten Beispielen kann nur ein kleiner Einblick in das weite Feld von Nachhaltigkeitsfaktoren gelingen. Natürlich stehen wir Ihnen für weiterführende Informationen zu den thematisierten Handlungsfeldern zur Verfügung. Sprechen Sie uns bei Interesse gerne an. 

Titelbild: ©Pexels

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